Seit dem 18. April empfängt die Landesgartenschau in Wittstock/Dosse ihre Gäste. Sechs Monate können die Gäste Millionen einheimische und exotische Blumen bewundern, Hallenschauen oder Veranstaltungen genießen, entlang von Staudenbändern und Wechselfloren spazieren gehen und durch die historische Altstadt bummeln.

Das 14 Hektar große Gartenschaugelände verläuft im Süden der Altstadt in einem Halbkreis entlang der früheren Wehranlage. Sie ist die einzige komplett erhaltene backsteinerne Stadtmauer in Deutschland und umschließt seit Jahrhunderten die gesamte Altstadt. Mit der Bahn anreisende Gäste laufen nur ein paar Schritte durch das gerade renovierte Bahnhofsgebäude zum Friedrich-Ebert-Park. Hinter dem Eingang erwartet sie gleich die Blumenhalle. Hier vereinen sich Blumenpracht und architektonischer Reiz: Die Hallenschauen sind im historischen Güterboden des Wittstocker Bahnhofes untergebracht, der eigens für die Landesgartenschau saniert worden war. Die Blumenhalle zeigt in zwölf Ausstellungen binnen sechs Monaten heimische und exotische Blumen und Pflanzen in immer neuen Dekorationen und Inszenierungen. Als Ouvertüre blühen auf fast 400 Quadratmetern Frühlingsblumen. Im Mai kombinieren Gärtnerinnen und Gärtner Früchte und Gemüse mit Lilien und Nelken. Eine Ausstellung widmet sich den Sommerstauden, eine andere zahlreiche Rosenarten und eine weitere zeigt die Vielfalt der Fuchsien. Im Fontane-Jahr stehen natürlich auch Kreationen mit in Brandenburg wachsenden Blumen, Pflanzen und Gehölzen auf dem Programm und die letzte Ausstellung bietet Arrangements zum Erntedank.

Das gesamte LaGa-Gelände ist durch ein zweiläufiges System mit Querwegen erschlossen. Im Friedrich-Ebert-Park führt ein Weg entlang der Stadtmauer; ein zweiter verläuft nah zur Glinze. An der Stadtmauer treffen die Besucherinnen und Besucher zuerst auf eine Mustergrabanlage. Von dort sind es nur wenige Schritte zum Hosta-Garten mit Töpfen und Kübeln dieser auch Funkien genannten Pflanzen aus der Unterfamilie der Agaven.

Die Gäste auf der Glinzeseite laufen entlang farbigen Blättern nachempfundenen Wechselfloren und vier Beeten zur Sprache der Blumen mit Arten wie Edelweiss und Calla, Narzissen und Dahlien, Hyazinthen und Kornblumen sowie Astern und Rosen zu den Themen Schönheit, Eitelkeit und Stolz, Hoffnung und Liebe.

Hinter dem Übergang können die Gäste auf einem Holzdeck an der Glinze die Nähe zum Wasser genießen. Schon jetzt ist sicher, dass diese Sitzgelegenheiten viel Zulauf finden werden. Die Chance ist gut, hier die Wittstocker Rosenkönigin Tanja I. zu treffen. Sie hat den Wasserplatz schon vorab zu einem ihrer Lieblingsorte auf der LaGa erklärt. Der Name des Parks geht auf die Tuchproduktion in Wittstock zurück, die einst vielen Menschen der Stadt Beschäftigung bot. Die verlassene backsteinerne Fabrik am Parkplatz beim östlichen Eingang der Gartenschau ist ein Monument dieser Zeit. Die Stadt hat das Gebäude aufgekauft und wird es bis 2025 zu einem Bildungszentrum umbauen.

Gleich hinter dem Eingang liegt der Regionalmarkt, auf dem Produzenten aus ganz Brandenburg ihre Waren und Produkte anbieten. Direkt dahinter treffen die Gäste auf mehrere Wechselflore, deren farbiges Band an die frühere Funktion des Platzes als Bleiche für Wittstocker Tuch erinnert. Im Frühjahr bilden Stiefmütterchen und Veilchen das Grundgewebe. Besondere Farbnuancen setzen Goldlack, Ranunkeln und Akeleien. Reizvolle Kontraste entstehen durch die unterschiedlichen Formen und Strukturen von Blüten und Blättern. Ab Mai blüht dann der Sommerflor. Durch Zinnien, Verbenen, Purpurglöckchen und Salbei entsteht ein neues buntes Tuch. Und wie bei edlen Stoffen weben Gräser, Löwenmäulchen oder Chrysanthemen besondere Farben und Strukturen hinein.

Das Gelände der Landesgartenschau ist täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.
Karten für die Landesgartenschau können Sie bei uns in der Tourist-Information erwerben.